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Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe April 2019: Europa – Wider den populistischen Nationalismus

Liebe Leserinnen und Leser,

Europa ist geprägt von zunehmender Spaltung und Fragmentierung, von nationalen Egoismen, von politischer Polarisierung und Fremdenfeindlichkeit. In Teilen der Gesellschaften verliert die Integration als Wesenskern des „Friedensprojektes Europa“ offenbar an Attraktivität. Populistische Losungen fallen da auf fruchtbaren Boden.

Der EU droht Zerfall – von vielen befürchtet, von manchen wohl erhofft. Dabei geht es heute angesichts komplexer globaler Herausforderungen doch eigentlich darum, die internationalen Beziehungen friedenspolitisch mit neuem Leben zu füllen, Gemeinschaftlichkeit zu stärken, auszubauen. Diese Möglichkeit nicht wahrzunehmen, wäre leichtfertig. Der Notwendigkeit entsprechend nicht zu handeln, ist fahrlässig. Die Stärkung von Verteidigungsausgaben bei gleichzeitiger Kürzung der Ausgaben für die Friedensförderung ist deshalb gerade jetzt ein fatales Signal.

Erweisen sich Regierungen als unfähig, eine nach innen wie nach außen wirksame inklusive Friedensstrategie zu entwickeln, wächst die Verantwortung der Zivilgesellschaft, diesen Prozess nachdrücklich einzufordern und dazu selbst einen Beitrag zu leisten. Den Zusammenhalt im Innern Europas zu erhalten, ist aber nur eine Seite der Medaille. Mehr als zuvor gilt es „Zusammenhalt“ neu, nämlich ohne Abschottung und global zu definieren. Es könnte ein spannendes Projekt für alle beteiligten Akteure und Netzwerke werden.

Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten sind groß. Europäische Erfahrungen im Umgang mit gewaltsamer Vergangenheit, mit Kriegs- und Hasspropaganda, können helfen, neues Unheil zu verhindern. Die friedenspolitischen Errungenschaften sind die Basis für eine weltweite Konfliktkultur. Es kann gelingen im Dialog, durch die Schaffung von Lernräumen und die Begleitung gemeinsamer Lernprozesse – auf individueller, gesellschaftlicher und internationaler Ebene. Gefragt sind dabei auch Erkenntnisse der „Überlebenspädagogiken“ wie der Friedenspädagogik, Globales Lernen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Global Citizenship Education.  Viele können zum Gelingen des „Friedensprojektes Europa Global“ beitragen, in Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft.
 
Vor weniger als sieben Jahren wurde die EU mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet – für „ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte“. Die eigentliche Bewährungsprobe steht ihr – uns allen – noch bevor.

In diesem Newsletter finden Sie Hinweise auf Bildungsmaterialien, Aktionsaufrufe, Stellungnahmen und Hintergrundinformationen zur Wahl zum Europäischen Parlament vom 23. – 26. Mai 2019 sowie  zum Thema Europa allgemein, weiterhin wie gewohnt auch schwerpunktunäbhängige Meldungen und Veranstaltungshinweise.

Anregende Lektüre!

Prof. Dr. Dr. Hans J. Gießmann, Geschäftsführer, Berghof Foundation
Prof. Uli Jäger, Programm-Direktor Friedenspädagogik & Globales Lernen,
Berghof Foundation  

EWIK-Kooperationspartner

Aktuelles

Fridays for Future: neuer Fokus zum Klimawandel

Greta Thunberg hat geschafft, was Wissenschaftler*innen und anderen Mahner*innen über Jahre und Jahrzehnte kaum gelungen ist: nämlich einer breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass Klimaschutz JETZT beginnen muss. Ihrer Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass Schülerinnen und Schüler freitags unter dem Motto "Fridays for Future" in einen Schulstreik für das Klima treten und die Politik ihres jeweiligen Landes damit auffordern, sich stärker fürs Klima einzusetzen. Um die Behandlung des Themas in Schule und Unterricht zu erleichtern, sind in diesem Fokus Bildungsmaterialien zusammengestellt, die Ursachen, konkrete Folgen und Auswirkungen des Klimawandels thematisieren. Weiterhin werden Initiativen und Aktionen vorgestellt, die zum Mitmachen anregen und eigene Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Fridays for Future Demonstration am 25.01.2019 in Berlin. Quelle: wikipedia.org

Infoflyer zur Messe Faire Welten 2019. Quelle: fairewelten-messe.de

Rheinland-Pfalz: Globales Lernen auf der Messe Faire Welten

Vom 6. bis 8. April 2019 findet die Messe „Faire Welten“ im Rahmen der Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz statt. Sie präsentiert ökologisch produzierte und fair gehandelte Produkte sowie Organisationen der Entwicklungspolitik und des Globalen Lernens. Die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd und das Portal Globales Lernen sind mit dem Stand „World University Service: Globales Lernen“ vertreten. Hier erfahren Sie im Gespräch und bei Mitmachaktionen, welche vielfältigen Bildungsmaterialien und -veranstaltungen sich für das Globale Lernen bieten und wie sich das Engagement der Deutschen Länder in der Entwicklungspolitik darstellt.


Lernkoffer Kinshasa Collection mit ausführlicher Handreichung

Woher stammen die Bilder, die wir von Afrika im Kopf haben? Welche Rolle spielt Kleidung bei der gegenseitigen Wahrnehmung zwischen Kulturen? Wie funktioniert der globale Textilhandel heute, was passiert mit meinen Altkleidern, warum wird Fast Fashion immer günstiger und welche Rolle habe ich als europäische Konsumentin in diesem Prozess? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Lernkoffers „Kinshasa Collection“, der für Referent*innen und Lehrkräfte aus der Politischen Bildungsarbeit entwickelt wurde. Das Unterrichtsmaterial ist modular aufgebaut und ideal für den Einsatz in der Oberstufe zu den Themen „Projektionsfläche Afrika: Kolonialismus, Kolonialrassismus und Eurozentrismus", (un-)faire globale Textilproduktion oder auch „Mode als Ausdruck der eigenen Identität“ geeignet.

Inhalt des Lernkoffers „Kinshasa Collection“. Quelle: Bildung trifft Entwicklung - Regionale Bildungsstelle Nord

Logo benbi. Quelle: http://www.kate-berlin.de

Berliner Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm (benbi) 2019 zum Thema Weltweit wirtschaften – Klima und Ressourcen
 
Vom 4.–8. November 2019 findet das 20. Berliner Entwicklungspolitische Bildungsprogramm (benbi) im FEZ-Berlin statt. Dieses Jahr dreht sich alles um das Thema weltweit wirtschaften: Im Rahmen von Workshops, Kinoforum, Bühnenprogramm und Podiumsdiskussion setzen sich Schüler*innen der 3. bis 13. Klasse dabei interaktiv und altersgerecht mit den vielfältigen Aspekten des Jahresthemas auseinander, erkunden globale Zusammenhänge und erarbeiten Handlungsoptionen für eine gerechte und nachhaltige Zukunft. Pädagog*innen können sich im Rahmen eines Workshops zu Methoden des Globalen Lernens informieren und austauschen sowie thematische Ausstellungen besuchen.


Neuerscheinung: Globales Lernen im digitalen Zeitalter

Globales Lernen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Global Citizenship Education unterliegen einer ständigen theoretischen und praktischen Weiterentwicklung. Die Herausgeber*innen und Autor*innen des Sammelbandes beschreiben in ihren Beiträgen, wie „gestaltbare Globalisierung“ im digitalen Zeitalter umgesetzt werden kann. Globales Lernen und Weblogs, das Entwickeln von Learning Apps und das Arbeiten mit Online-Tools wird konkret mit Fachinhalten und Fachbezügen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung verknüpft. Zudem werden konkrete Umsetzungsbeispiele für Schulen vorgeschlagen.

Cover „Globales Lernen im digitalen Zeitalter“. Quelle: Südwind

Lehrkräftefortbildung Gießen ©Gemeinsam für Afrika

Fortbildung: Globales Lernen in die Schule bringen am 02. April 2019 in Berlin – es sind noch Plätze frei!

Die Fortbildung des Bündnisses "Gemeinsam für Afrika" bietet Bildungsreferent*innen, Multiplikator*innen und Lehrkräften eine Plattform zum Austausch über Praxisbeispiele des Globalen Lernens für den Unterricht. In der Fortbildung werden u.a. Methoden und Materialien des Globalen Lernens vorgestellt und mögliche Anknüpfungspunkte für den Unterricht und den Schulalltag besprochen. Ziel ist auch, Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und Ideen für neue Konzepte des Globalen Lernens zu entwickeln.


Neues vom Blog

Frauen streiken Veggie-Döner essend im Dunkeln und diskutieren dabei über die Fratze eines Pandas und Greta Thunberg...

Dieser Satz könnte dabei herauskommen, wenn jemand mit den Blogbeiträgen aus dem März eine Geschichte erfinden müsste. Wer unsere Artikel gelesen hat (wir hoffen natürlich, dass sich an dieser Stelle alle Menschen in Deutschland, ach der ganzen Welt angesprochen fühlen), könnte die verrücktesten Geschichten erfinden.

Unsere Redaktion hat darüber berichtet, wie Politiker/-innen sich zu Fridays for Future positionieren. Außerdem stiftete sie dazu an, am Weltfrauentag zu streiken und am 30. März zur Earth Hour das Licht auszuknipsen. Es wurde über Döner nachgedacht und die Vorwürfe gegen die Naturschutzorganisation WWF aufgearbeitet.

Logo www.eineweltblabla.de. Quelle: WUS

Aus unseren Fokusrubriken

Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik "Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.

Neues Arbeitsblatt: UN-Migrationspakt kurz erklärt 

Die Schülerinnen und Schüler erhalten mit dem neuen kostenlosen Arbeitsblatt von Frieden und Sicherheit einen kompakten Überblick zur Entstehungsgeschichte, zum Inhalt und zu den politischen Kontroversen zum UN-Migrationspakt, der Ende 2018 von 150 Staaten in Marokko verabschiedet wurde.

Bild Frieden und Sicherheit. Quelle: lehrer-online.de

Geöffnete Weltkugel, Motiv zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Quelle: facebook.com/nachhaltigkeitspreis Deutscher Nachhaltigkeitspreis (DNP) – 2019 erstmals Sonderpreis Digitalisierung

Auch in diesem Jahr unterstützt der Rat für Nachhaltige Entwicklung die Vergabe des Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP) und des Next Economy Awards. Im Rahmen aller Ausschreibungen ist 2019 erstmals auch die Bewerbung für einen Sonderpreis Digitalisierung möglich. Die neue Auszeichnung prämiert Unternehmen und Startups, die mit digitalen Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen erfolgreich Nachhaltigkeitsherausforderungen begegnen. Sie honoriert Kommunen für Digitalisierung, die dem*der Bürger*in nutzt, sowie Forschungs- und Architekturprojekte, in denen digitaler auch nachhaltiger bedeutet.

Englischsprachige Unterrichtsmaterialien zu jedem der 17 SDGs – Neue UNESCO Lehrmaterial-Datenbank

Mit ihrer neuen Lehrmaterial-Datenbank unterstützt die UNESCO Lehrkräfte weltweit dabei, die SDGs in ihren Unterricht zu integrieren. Sie erscheint begleitend zu der Publikation „Education for Sustainable Development Goals: Learning Objectives“, die Lernziele und Schlüsselkompetenzen für Lernende identifiziert.
Die SDGs. CC BY-SA 3.0, United Nations

Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien

Banner Chat der Welten Saarland. Quelle: nes-web.de

Die Welt schaut auf die EU – ein Bildungsangebot des CHAT der WELTEN im Saarland

Der CHAT der WELTEN zeigt Ideen und Meinungen von Menschen außerhalb der EU auf die EU. Wieso wundern sich Menschen in Indonesien, dass unser Internet so langsam ist? Wie stellen sich junge Menschen in Tansania die Schulen in Europa vor? Weshalb möchten junge Menschen im Senegal wissen, wie viel Gewalt es gegenüber Migrant*innen gibt?
Mit Videochats, File sharing und anderer digitaler Hilfe tauschen sich Menschen aller Kontinente aus. Es ist immer spannend zu hören, was Menschen in anderen Teilen der Welt zur EU, Europa und Deutschland sagen. Durch die Perspektive von der ganzen Welt können wir uns innerhalb der EU selbst besser verstehen und auch mit Humor auf unsere eigenenen Probleme schauen. Das Angebot ist für mindestens sechs Schulstunden an einem Tag oder für mehrere Projekttage gedacht.


Was geht für dich? Das Heft über die Europäische Union

Grenzkontrollen? Pommes-Verordnung? Gewährleistungspflicht? Die Europäische Union hat viele Aufgaben und dieses Jahr wird auch das Europäische Parlament neu gewählt. Aber was das Ganze mit ihnen zu tun hat, erfahren junge Menschen in der neusten Ausgabe von "Was geht?", einer Reihe der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) über Europa und die Europäische Union. Zusätzlich gibt es eine Handreichung für Lehrkräfte.
 Titelseite Was geht? Quelle: bpb.de

Lehrer-online Logo. Quelle: material.rpi-virtuell.de

Arbeitsblatt: Europawahl 2019 – Schicksalswahl für die Europäische Union?

In der (nur für Premium-Mitglieder kostenlosen) Unterrichtseinheit "Europawahl 2019: Schicksalswahl für die Europäische Union?" bei lehrer-online erarbeiten sich die Lernenden die wesentlichen Hintergründe zur Wahl des Europäischen Parlaments und setzen sich kritisch mit der aktuellen Entwicklung der EU auseinander.


Hallo Europa, hallo Welt! Offener E-Learningkurs für Schulen

Europa und Wasser, Medien, Handel oder Klimaschutz: Anna chattet während eines Schüleraustauschs mit ihren Freund*innen auf anderen Kontinenten und Schüler*innen lesen mit. In diesem offenen Online-Kursraum im Rahmen dieses E-Learningkurses der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg lernen Schüler*innen ab Sekundarstufe I multimedial, was die EU auszeichnet und wie sich europäische Entscheidungen auf den Alltag auswirken.
Chat Hallo Europa, hallo Welt. Quelle: elearning-politik.de

Cover zur Ausstellung "Menschen & Rechte sind unteilbar". Quelle: proasyl.de

Menschen & Rechte sind unteilbar – neue Ausstellung zu den Themen Menschenrechte und Europa

Menschenrechte sind die unveräußerliche Grundlage demokratischer Gesellschaften. Dies wird gegenwärtig in Europa in Frage gestellt: Die Untergrabung der Unabhängigkeit von Gerichten, Angriffe gegen die Pressefreiheit, Einschränkung von Bürgerrechten und des Rechts auf Asyl – all das beobachten wir dort, wo Rechtspopulisten regieren. Die neue PRO ASYL-Ausstellung behandelt verschiedene Aspekte der Menschenrechte von ihrer Entstehung bis heute. Die Ausstellung besteht aus 15 Einzelplakaten im Format DIN A2 und ist online bestellbar.


Zum Schwerpunkt: Aktionen

Bündnis Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus

Das Bündnis ruft am 19. Mai 2019 in sechs deutschen Großstädten zu Demonstrationen gegen Nationalismus und für ein Europa der Menschenrechte auf und appelliert an alle, die diese Ziele teilen, am 26. Mai 2019 zur Wahl zu gehen. Mit denselben Zielen formieren sich derzeit europaweit Bündnisse, die den 19. Mai 2019 zu einem „Bekenntnistag für Europa“ machen und für die Europawahlen mobilisieren wollen: in Frankreich, den Niederlanden, in Österreich, Polen, Rumänien, Schweden und Ungarn.
Logo Ein Europa für Alle. Quelle: ein-europa-fuer-alle.de

Logo Interkulturelle Woche 2019 Quelle:www.interkulturellewoche.de

Interkulturelle Woche 2019: Zusammen leben, zusammen wachsen

Zusammen leben, zusammen wachsen. So lautet das Motto der Interkulturellen Woche (IKW) 2019, die vom 22. bis 29. September 2019 stattfindet. Die Interkulturelle Woche (IKW) setzt sich für ein gutes Zusammenleben aller in Vielfalt und Respekt ein. Das ist nötiger denn je. Die Akteure, die spalten, hetzen, aufwiegeln und vermeintlich einfache Lösungen für komplexe Probleme an­bieten, werden stärker. Die Zivilgesellschaft hält dagegen: Gegen Ausgrenzung und Rassismus und für gleich­berechtigte Partizipation setzen sich die vielen tausend Aktiven ein, die die IKW vor Ort vorbereiten und durchführen.


Friedenspolitische Wahlprüfsteine zur Wahl zum Europäischen Parlament

Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union haben das Recht und die Möglichkeit, den Ausgang der Wahl zum Europäischen Parlament zu beeinflussen. Im Rahmen der Ökumenischen Konsultation für Gerechtigkeit und Frieden (ÖKGF) wurden in Zusammenarbeit mit mehreren Organisationen, darunter auch Church and Peace, friedenspolitische Wahlprüfsteine zur Wahl zum Europäischen Parlament vom 23.–26. Mai 2019 erarbeitet. Die Wahlprüfsteine sollen anregen, die Kandidaten und Kandidatinnen, die auf den Wahllisten der Parteien stehen, um Auskünfte zu bitten und kritisch zu befragen, wofür sie im Falle ihrer Wahl in das Europäische Parlament eintreten werden.
Logo Church and Peace. Quelle: church-and-peace.org

Logo Fairtrade. Quelle: fairtrade-deutschland.de

Aktionsaufruf Europa wählt, fairer Handel gewinnt?

Zur Europawahl 2019 stellt die Fair-Handels-Bewegung in Deutschland die entscheidende Frage: Wie wollen sich die deutschen Kandidat*innen für das europäische Parlament für gerechtere globale Handelsstrukturen einsetzen, wenn sie gewählt werden? Gesucht werden Abgeordnete, die sich in den nächsten fünf Jahren im Sinne des Fairen Handels in Brüssel engagieren wollen.
Diesen Aufruf richtet das Fair Trade Advocacy Office (FTAO), das Lobbybüro des Fairen Handels in Brüssel, an alle Fair-Handels-Akteure in Europa. Gemeinsam geben sie diese Bitte in die Wahlkreise weiter: Vernetzen Sie sich innerhalb der Kampagne Fairtrade-Towns, Ihrer Landesnetzwerke oder weiteren zivilgesellschaftliche Bündnissen und kontaktieren Sie Kandidat*innen, die den Fairen Handel tatkräftig unterstützen wollen.


Rettet das Friedensprojekt Europa! Für Frieden. Für Menschenrechte. Für Europa. Aufruf an das Europäische Parlament

Ein Bündnis von 90 Organisationen kritisiert die geplanten Milliardeninvestitionen der Europäischen Union in Rüstungsforschung und die Militärkooperationen mit Drittstaaten. Die EU dürfe keine Staaten aufrüsten, die Krieg führen oder Menschenrechte verletzen. Die Förderung des Friedens und der Menschenrechte dürfe nicht der Abwehr von Flucht und Migration zum Opfer fallen. Angesichts der großen Zahl gewaltsamer Konflikte fordern die Unterzeichner*innen, die EU müsse mehr in gewaltfreie Konfliktbearbeitung investieren.
Bis zur Wahl am 23. bis 26. Mai 2019 sind alle Menschen in der Europäischen Union eingeladen, den Aufruf unter www.rettetdasfriedensprojekt.eu zu unterzeichnen.
Logo Rettet das Friedensprojekt Europa. Quelle: forumzfd.de

Zum Schwerpunkt: Hintergrund

Europa entwickeln – Eine Welt-Impulse zur Europawahl 2019. Ein Impulspapier

Die entwicklungspolitische Bildung im Inland – so der Titel im Bundeshaushalt – hat in den letzten Jahren zurecht eine immer größere Bedeutung erhalten, politisch wie finanziell. Die Regierungskoalition hat dies erkannt und die stärkere Förderung dieses Bereichs sogar im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Auch Europa muss sich seiner Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung bewusst werden, die nur interdependent und global gestaltet werden kann. Zur kommenden Europawahl hat die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) das Impulspapier „Europa entwickeln – Eine Welt-Impulse zur Europawahl 2019“ veröffentlicht, in dem auch Aktive aus den Fachforen der agl eine Stärkung der Eine Welt-Themen fordern.
Logo agl. Quelle: agl

Titelseite Europa zuerst. Quelle: bpb.de

Europa zuerst! Eine Unabhängigkeitserklärung von Claus Leggewie

Was im Argen liegt, birgt auch Potenzial: Wachsender Populismus in Europa, Divergenzen im Umgang mit Flucht und Zuwanderung, Streit um die sozialen und ökonomischen Ziele sind für Claus Leggewie nicht per se Zeichen der unabwendbaren Dekadenz des europäischen Gedankens. Vielmehr nimmt er sie zum Ausgangspunkt einer Analyse der europäischen Erneuerung, für die er auf vielen Feldern Ansätze identifiziert: Den nationalistischen Parolen stellt er die weltoffenen Konzepte lokaler Initiativen gegenüber, den auf Abschottung zielenden Strategien die Vision einer Unionsbürgerschaft, und die Profitmonopolisten konfrontiert er mit den ethisch wie sozial gebotenen Erfordernissen nachhaltig wirtschaftender Wohlfahrtsstaaten in Europa.


APUZ Nation und Nationalismus

Nationen seien "vorgestellte Gemeinschaften", so der Nationalismusforscher Bendedict Anderson. Wie ein Blick in die Geschichte zeigt, bedurfte es großer Anstrengungen und teilweise auch Gewalt, um diese Vorstellung zu formen und das Konzept vom Nationalstaat in die Realität umzusetzen. Vorstellungen aber sind veränderbar, und somit wären auch andere Formen der Gemeinschaftsbildung jenseits der Nation zumindest denkbar. Angesichts einer weltweit wahrzunehmenden Rückbesinnung auf die Nation und ihre Interessen scheinen solche Visionen zurzeit weit davon entfernt, Wirklichkeit zu werden. Und ist die Forderung, die Zeit der Nationalstaaten endlich und endgültig hinter uns zu lassen, angesichts der offensichtlichen geschichtlichen Wirkmächtigkeit der Idee "Nation" und der Verbindung auch mit Demokratie, mit Rechts- und Sozialstaatlichkeit, nicht allzu voreilig oder sogar elitär?
Titelseite APUZ Nation und Nationalismus. Quelle: bpb.de

Logo forumZFD. Quelle: forumzfd.de

Was tun Sie für das Friedensprojekt Europa? Spitzenkandidatinnen und -kandidaten zur Europawahl zum Friedensprojekt

Das forumZFD hat fünf deutsche Spitzenkandidatinnen und -kandidaten gefragt, wie sie zur Zukunft des Friedensprojekts Europa stehen, was sie im neuen Europäischen Parlament für Europa als Friedensprojekt tun wollen und welche Positionen sie zu den Forderungen des Aufrufs „Rettet das Friedensprojekt Europa“ einnehmen.


InterCap – Europäische NRO-Hochschulnetzwerke für Globales Lernen plus E-Learning-Angebot

InterCap befasst sich mit der Frage, wie die öffentliche Wahrnehmung von (Un-)Sicherheit und Risiko das Verständnis von Migration, nachhaltiger Entwicklung, Rollen, Verantwortlichkeiten und Lebensweisen der EU-Bürger*innen in einer interdependenten Welt verändert. Im Kontext der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) werden hierzu Netzwerke zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Hochschulen in Europa aufgebaut. Auf der Webseite sind außerdem sechs Schulungsmodule zu Migration, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung zu finden, die für Lehrkräfteausbildner*innen, Lehrkräfte und Studierende konzipiert wurden.
Logo InterCap. Quelle: Portal Globales Lernen

Titelseite APUZ Europa wählt. Quelle: bpb.de

APUZ Europa wählt

Vom 23. bis 26. Mai 2019 wird das neue Europäische Parlament gewählt. Die Wahl steht unter besonderen Vorzeichen: Nach Lage der Dinge wird die EU bald wohl nur noch aus 27 Mitgliedstaaten bestehen, weil Großbritannien aus der EU austreten wird. Zudem besteht die Aussicht, dass sich die jüngeren Wahlerfolge EU-skeptischer und rechtspopulistischer Parteien auf europäischer Ebene fortsetzen. Sollte es diesen Parteien gelingen, eine gemeinsame Fraktion zu bilden, könnte dies die Agenda des Parlaments deutlich verändern und den Kurs der vertieften europäischen Integration infrage stellen.


Postwachstum als Chance für die EU: ein Arbeitspapier

In seinem Arbeitspapier "Post-growth thinking as a resource for a European union of sustainability – A contribution to the socio-ecological reorientation of Europe", das vom ‚Centre for the Understanding of Sustainable Prosperity‘ veröffentlicht wurde, begründet Reinhard Loske, welche Lösungen die Degrowth-Idee für die Probleme der EU bergen kann. Er plädiert dafür, dass die EU Abstand nehmen sollte von ihrer Fixierung auf Wirtschaftswachstum, Wettbewerb und Deregulierung.
Titel Arbeitspapier "Post-growth thinking as a resource for a European union of sustainability – A contribution to the socio-ecological reorientation of Europe", Quelle: cusp.ac.uk

Neues aus den Datenbanken

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Europa

Die Datenbank Eine Welt Medien stellt ausgewählte Filme zum Thema Europa vor – jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen.
Logo Datenbank Eine Welt Medien, Quelle: Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH

Logo Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien, Quelle: Welthaus Bielefeld Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialienaktuelle Neuerscheinungen

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen.

Veranstaltungen und Weiterbildungen















Vorschau Ausgabe Mai 2019: Digitalisierung und Globales Lernen

EWIK-Logo, Quelle: EWIK
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende April 2019 zum Thema

Digitalisierung und Globales Lernen

Zusendungen sind bis zum 23. April 2019 willkommen.

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Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd

Print-Rundbrief  –  Ausgabe März 2019
SDG Nr. 11: Nachhaltigkeit und Digitalisierung – Garanten für zukunftsfeste Stadt-Umland-Beziehungen

Titelblatt Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd März 2019

Der Rundbrief
erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.

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