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Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe Juli / August 2019: Indigene Völker und Sprachen

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie gewusst, dass 2019 das Jahr der indigenen Sprachen ist?

Allein in Brasilien leben 300 verschiedene indigene Völker, die um den Erhalt ihrer Kultur und die Anerkennung ihrer Rechte kämpfen. Dazu gehört neben der Landfrage die Forderung nach adäquater Bildung. Denn Sprache ist ein wesentliches Transportmedium und sie bildet die jeweilige Weltsicht ab. Diese unterscheidet sich bei Indigenen wesentlich von dem, wie z. B. Wirtschaftsunternehmen die Welt interpretieren. Wenn Sprache nicht mehr gelernt wird – weil indigenes Leben in vielen Ländern eher als Makel denn als Qualitätsmerkmal wahrgenommen wird – geht ein Stück Identität verloren.
Schulen sollten Orte sein, wo das Selbstbewusstsein der Lernenden gestärkt wird, egal welche Hautfarbe sie haben. In einem plurinationalen Land wie Brasilien bedeutet dies die Anerkennung von Vielfalt als Bereicherung.

In indigenen Schulen z. B. im Amazonasraum wird neben der Sprachvermittlung auf die Vermittlung indigener Rechte Wert gelegt. Denn Indigene sind nicht rückständig. Neben Pfeil und Bogen sind längst das Laptop oder Handy und der Draht zur Welt getreten, die sie von allen Seiten bedrängt. Ihre Ehrfurcht gegenüber Natur und der Kosmovision von Pachamama (Mutter Erde) ist geblieben. Längst sind Indigene in der globalen Welt angekommen, deren Sprache sprechen zu lernen ist überlebensnotwendig für sie.

Selbstbewusst treten heute Frauen wie Joenia Wapichana (sie ist die erste Juristin und indigene Abgeordnete Brasiliens im aktuellen Parlament) und Sonia Guajajara (sie war die erste Vize-Präsidentschaftskandidatin im Wahlkampf 2018 in Brasilien und vertritt einen Zusammenschluss indigener Völker) auch auf internationaler Bühne auf. Ausgehend von ihrer eigenen Kultur und Sprache sind sie durch internationale Unterstützung gut ausgebildet. Autorisiert von ihren Völkern wehren sie sich politisch gegen den Assimilierungsdruck der Regierung Bolsonaro.
Die Publikation Brasilicum, die Fachtagung Runder Tisch Brasilien und viele andere Aktivitäten des Ländernetzwerks Kooperation Brasilien – KoBra e. V. arbeiten an der Sichtbarmachung dieser Kämpfe mit.

In diesem Newsletter finden Sie Materialien, Aktionen und Beiträge, die sich mit dem Leben indigener Völker und mit deren Sprachen beschäftigen. Sie finden außerdem aktuelle Meldungen von Portal, Blog und aus den Fokusrubriken sowie Veranstaltungshinweise.

Uta Grunert
KoBra – Kooperation Brasilien e.V.

EWIK-Kooperationspartner



Aktuelles

Kollaborativ lernen mit offenen Online-Tools: Methoden und Ideen für die schulische und außerschulische Bildungspraxis. Eine Fortbildung für Bildungspraktiker*innen

Zusammen lernt es sich leichter als allein – das gilt auch für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)! In dieser eintägigen Fortbildung des Portals Globales Lernen erfahren Sie, wie Sie mit Hilfe kollaborativer Methoden und passender Online-Tools globale Themen in den Unterricht bringen können. Die Fortbildung des Portals Globales Lernen richtet sich an Menschen aus der schulischen und außerschulischen Bildungspraxis, also an Lehrer*innen, Bildungsreferent*innen, Teamer*innen und alle, die sich angesprochen fühlen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Zur Fortbildung sollte ein eigenes Gerät zum praktischen Ausprobieren (nach Möglichkeit Tablet oder Laptop) mitgebracht werden.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Titelseite "Schulbücher für Nachhaltige Entwicklung – Handbuch für die Verankerung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)". Quelle: Engagement Global

Schulbücher für Nachhaltige Entwicklung – Handbuch für die Verankerung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Das Handbuch ist darauf ausgerichtet, Zielsetzungen und Inhalte der BNE in Schulbüchern, Lehr- und Lernmaterialien, aber auch allgemein im Bildungsprozess zu verankern. Durch die klare konzeptionelle Darstellung von BNE und ihrer unterschiedlichen Ansätze sowie der exemplarischen, didaktischen Umsetzung in vier Schulfächern (Mathematik, Naturwissenschaften, Geographie und Sprachen/ Englisch) richtet sich das Handbuch an eine Vielzahl von Bildungsakteurinnen und -akteuren in Deutschland, die mit und an Schulbüchern arbeiten. So gewinnen beispielsweise Autorinnen und Autoren Impulse und Anregungen, wie BNE im Unterricht wirkungsvoll umgesetzt werden kann und Schulen Orientierungshilfen bei der Anschaffung von Lehrbüchern und Unterrichtsmaterialien.


OER und BNE – Potenziale, Gelingensbedingungen, Herausforderungen und Perspektiven für Schule 

In der Reihe „Veröffentlichungen zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ von Engagement Global werden aktuelle Entwicklungen und Impulse zum Umsetzungsprozess des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung vorgestellt. Neu erschienen ist im Juni 2019 das Papier "OER und BNE".
Ziel dieser Veröffentlichung ist es deutlich zu machen, dass Open Educational Resources (OER) und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) sich ergänzende tragende Elemente einer guten Schule für das digitale Zeitalter sind. Im Fokus stehen die pädagogischen Möglichkeiten im Bereich Schule, die sich durch OER und BNE ergeben.

Titelseite Papier "OER und BNE". Quelle: Engagement Global

Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik: "Genug herausgeredet: Höhenangst vor dem UN-Gipfel überwinden!" Qulle: www.forumue.de

Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik: "Genug herausgeredet: Höhenangst vor dem UN-Gipfel überwinden!"

Vor fast vier Jahren verabschiedeten die Vereinten Nationen die 2030-Agenda mit den Sustainable Development Goals – den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs). Dieses Jahr kommen Staats- und Regierungschefs erneut zusammen, um das erste Mal eine umfassende Bilanz über die bisherige Umsetzung zu ziehen. Eines ist auch vor dem Treffen klar: das bisherige Tempo ist bei weitem nicht ausreichend, um die gesetzten Ziele bis 2030 zu erreichen. Vor diesem Hintergrund hat ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen die gemeinsame Erklärung "Genug herausgeredet: Höhenangst vor dem UN-Gipfel überwinden!" an die Bundesregierung erarbeitet, die mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik diskutiert wird.


Global Education Week 2019:
„Wake Up! Letzter Aufruf für den Klimaschutz!“


Das Motto der diesjährigen GLOBAL EDUCATION WEEK lautet „Wake Up! Letzter Aufruf für den Klimaschutz!“ Die Aktionswoche findet europaweit vom 18. bis 24. November 2019 statt und setzt sich in diesem Jahr für wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz weltweit ein. Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen, Verbände und Initiativen sind dazu eingeladen, sich zu beteiligen. Die GLOBAL EDUCATION WEEK wird in Deutschland von der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd beim World University Service (WUS) koordiniert und europaweit vom Nord-Süd-Zentrum des Europarates getragen.

Global Education Week 2019. Quelle: WUS

Ausschnitt Flyer EPiZ, Quelle: epiz.de

Global Teacher: Qualifizierungskurs Globales Lernen und Leitperspektive Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Das Entwicklungspädagogische Informationszentrum EPiZ Reutlingen und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg bieten ab Februar 2020 die Fortbildung für Lehrkräfte "Global Teacher" an. Der Qualifizierungskurs besteht aus zwei Modulen und vermittelt fachliche Grundlagen, didaktische und methodische Zugänge zu Globalem Lernen und zur unterrichtspraktischen Umsetzung der Leitperspektive BNE. Die Qualifizierung richtet sich an Lehrkräfte aller Schularten, -fächer und Klassenstufen.


Dossier: Fast Fashion – Eine Bilanz in 3 Teilen

Fast-Fashion-Marken reagieren ganz kurzfristig auf neue Trends, bringen fast wöchentlich neue Kollektionen auf den Markt und das zu absoluten Niedrigpreisen. Spätestens seit dem Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikgebäudes in Bangladesch 2013 steht dieses Wirtschaftsmodell in der Kritik, weil es den Preis- und Zeitdruck in der Lieferkette weitergibt – bis zu den Arbeiter*innen, die die Mode unter menschenunwürdigen Bedingungen fertigen.
Die Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) zieht in diesem Dossier nun eine ausführliche Bilanz über die ökologischen und sozialen Folgen der Fast-Fashion-Industrie und beleuchtet besonderes die Verantwortung der Marken.

Dossier: Fast Fashion – Eine Bilanz in 3 Teilen. Quelle: ci-romero.de

Neues vom Blog


Logo EineWeltBlaBla Im vergangenen Monat ging es auf EineWeltBlaBla mal wieder unterhaltsam, informativ und hochphilosophisch zu. Wir machten uns Gedanken über nachhaltiges Banking: Was macht mein Geld eigentlich auf der Bank? Wir sammelten die besten Podcast-Tipps zu Nachhaltikeitsthemen und stellten die MOVE Utopia vor, wo utopischen Ideen und Visionen Raum gegeben wird. Im Gastbeitrag des tollen sai-Magazins ging es um utopische und revolutionäre Ideen und Meinungen und wir philosophierten über die Vision der Einen Welt. Außerdem stellten wir euch das erste Food-Sharing-Café Deutschlands vor – es hat den tollen Namen Raupe Immersatt!



Aus unseren Fokusrubriken

Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik "Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.

Logo der Initiative "Pädagogen for Future". Quelle: paedagogenforfuture.org

Stellungnahme der "Pädagogen for Future" – noch Unterstützer*innen gesucht!

Die Bewegung Fridays for Future hat bereits im März Unterstützung von tausenden Wissenschaftler*innen bekommen. Im Mai sind kritische Pädagog*innen mit der Stellungnahme "Pädagogen for Future" nachgezogen, um zu zeigen, dass sie als Erwachsene und pädagogisch engagierte Menschen die für eine lebenswerte Zukunft protestierende Jugend nicht alleine lassen möchten. Dafür werden jetzt Unterstützer*innen gesucht.


Neue Themenseite „Digitalisierung“ auf Portal Umwelt-im-Unterricht.de

Welcher Energiebedarf entsteht durch Netzinfrastruktur und Rechenzentren? Wo liegt das Potenzial der Digitalisierung für den Schutz von Klima und Ressourcen? Wie verläuft eine erfolgreiche Recherche und wie können Quellen im Internet bewertet werden? Diese Fragen und viele weitere behandeln die Beiträge auf der neuen Themenseite zu Digitalisierung auf der Plattform Umwelt-im-Unterricht.de. Dort werden alle bisherigen Beiträge zusammengefasst, die Chancen und Risiken der Digitalisierung aus Umweltsicht aufzeigen oder die Nutzung digitaler Medien als Werkzeuge für den Unterricht beinhalten.

Banner Digitalisierung Themenseite bei Umwelt im Unterricht. Quelle: umwelt-im-unterricht.de

Kamishibai und die globalen Ziele für eine nachhaltige Welt. Quelle: Karl Kübel Stiftung / www.kkstiftung.de Kamishibai und die globalen Ziele für eine nachhaltige Welt

In der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen beschlossen, weltweite Herausforderungen gemeinsam zu lösen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Mit dem Projekt „Kamishibai – Mit Geschichten lernen“ möchte die Karl Kübel Stiftung für Kinder im Vor- und Grundschulalter abstrakte Themen wie Gerechtigkeit oder Klimaschutz kindgerecht aufbereiten und emotional zugänglich machen. Dazu braucht es eine Brücke zwischen den globalen Zielen und den alltäglichen Erfahrungen der Kinder. Diese Brücke stellt „Kamishibai“ dar, das aus Japan stammende Papiertheater.

MISEREOR-Lehrerforum zum Thema "Weltgemeinwohl"

Der Klimawandel und seine Auswirkungen, der expandierende Konsum der Mittel- und Oberschichten in den Industrieländern und Schwellenländern mit seinen Folgen für die Umwelt, das Problem, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, die unkontrollierte Macht der transnationalen Unternehmen – das sind globale Herausforderungen, die den technokratisch verengten Begriff "Entwicklung" in Frage stellen. Das Lehrerforum lädt dazu ein, sich im Wirtschafts- und Religionsunterrichts mit Wachstum und Suffizienz und einem neuen Entwicklungsverständnis unter dem Leitbegriff "Weltgemeinwohl" auseinanderzusetzen.
Misereor Lehrerforum Weltgemeinwohl Titelseite. Quelle: misereor.de

Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien

Titelseite des Materials "Soziale Positionierung Indigener in Lateinamerika". Quelle: schulen-globales-lernen.de

Soziale Positionierung Indigener in Lateinamerika

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Indigene? Was bedeutet es in einem lateinamerikanischen Land wie Mexiko, Guatemala, Bolivien, Ecuador, Peru oder Chile Indigen zu sein? Welche soziale Position haben indigene Gruppen in der jeweiligen Gesellschaft und warum ist es wichtig, deren Rechte anzuerkennen und den Erhalt ihrer Kultur zu fördern? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich das Bildungsmaterial des Welthauses Bielefeld für die Sekundarstufe II. Es soll Anregungen geben, warum indigene Gruppen trotz ihrer oft problematischen gesellschaftlichen Position für diese Länder wichtig sind, welche historische und aktuelle Bedeutung sie haben und wie sie zur Gesellschaft beitragen.


Stärkung indigener Völker in Lateinamerika

Der Baustein "Stärkung indigener Völker in Lateinamerika", herausgegeben von Misereor, ist für das Fach Geographie in der Sekundarstufe II vorgesehen. Er behandelt raumwirksame Prozesse im Spannungsfeld von Konflikten sozialer Gruppen und Kulturgemeinschaften und ist durchaus auch für die Fächer Geschichte, Politik und Wirtschaft sowie für Religion und Philosophie relevant. Der Baustein trägt vor allem dazu bei, das Verständnis und die Verantwortung für entwicklungspolitische Fragen zu vertiefen. Er möchte Gerechtigkeit und kulturellen Reichtum aufzeigen, entwicklungspolitische Herausforderungen deutlich machen, kultursensibles Verhalten wecken und eine Grundlage für Facharbeiten bieten.
Titelseite Material "Stärkung indigener Völker in Lateinamerika." Quelle: misereor.de

Titelseite Zeitschrift grenzenlos. Quelle: Kindermissionswerk

Zeitschrift grenzenlos zum Thema "Bolivien"

„grenzenlos – Eine Welt in der Schule“ ist die Zeitschrift für Lehrer*innen des Kindermissionswerk "Die Sternsinger". Die Zeitschrift kann kostenlos als Print-Magazin bestellt werden. Sie bietet praxisorientierte Materialien und Unterrichtsentwürfe zum Globalen Lernen für die Arbeit in Grundschule und Sekundarstufe I. Im Mittelpunkt dieses Heftes steht das Land Bolivien mit seinen unterschiedlichen Lebensräumen, dem Kontrast zwischen Stadt- und Landleben sowie seine kulturelle Vielfalt. Die Suche der indigenen Bevölkerung nach ihren eigenen Wurzeln ist ebenso Thema wie Kinderarbeit und Chancengleichheit. Der grenzenlos ist auch ein Film zu Bolivien beigelegt. Viele Arbeitsblätter im Heft haben einen direkten Bezug zum Film und sind als ergänzendes Material gestaltet.


G+ KITA, HORT UND CO – Globales Lernen für zukünftige Erzieher_innen

Rahmenlehrpläne und Bildungspläne setzen hohe Maßstäbe an künftige Erzieher*innen. Auch Globales Lernen soll Teil ihrer Berufspraxis sein. Doch was ist Globales Lernen, und welche Ziele hat es? Was können gute Projekte für die jeweiligen Zielgruppen beinhalten? Im ersten Modul dieses Materials vom EPIZ Berlin beschäftigen sich Schüler*innen ausführlich mit dem pädagogischen Konzept des Globalen Lernens. Sie erfahren mehr über seine Ziele, Chancen und welche Fettnäpfchen man besser vermeiden sollte. Im zweiten Modul wird ein Praxisprojekt für die Kita vorgestellt. Hier dreht sich alles um die Kartoffel, die einst von Peru nach Deutschland kam. Wie es dazu kam und welche Rolle Kartoffeln heute in Peru spielen, erfahren die Kinder durch Spiele, Lieder, Geschichten und natürlich durch die Zubereitung leckerer Rezepte.
Titelseite "G+ KITA, HORT UND CO – Globales Lernen für zukünftige Erzieher_innen". Quelle: EPIZ e.V.

Titelseite Unterrichtsbausteine zum Thema "Landraub". Quelle: misereor.de

Unterrichtsbausteine zum Thema "Landraub"

Der Konflikt um die Ressource Land wird aufgrund der Globalisierung und der Ernährungs-, Finanz- und Energiekrisen seit der Jahrtausendwende verstärkt. Dabei geht es um Kontrolle über Land, aber auch um die damit verbundenen Ressourcen wie Wasser, Rohstoffe oder Wälder. und somit auch um die Themen Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Entwicklung, Wirtschaft und Globalisierung, Ernährung und Konsum. Die Materialsammlung von Misereor bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema Landraub zu beschäftigen, die globalen Zusammenhänge zu bewerten und eigene Verantwortung sowie Handlungsmöglichkeiten zu erkennen.


Indigenes Wissen & der Klimawandel. Unterrichtsanregungen zu den SDGs und der Rolle indigener Völker

Das Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie e. V. (INFOE) hat im Rahmen seiner entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu den Zusammenhängen zwischen indigenen Völkern, nachhaltiger Entwicklung und den globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) neue Materialien für die Sekundarstufe I entwickelt. Ziel ist dabei Perspektivenwechsel und Einblick in Leben, Rolle und Wissen indigener Menschen im Zusammenhang mit dem jeweiligen SDG-Thema und die Verknüpfung mit dem Leben und Handeln von Menschen hier in Deutschland.
Logo INFOE. Quelle: infoe.de

Kuna in Panama. Quelle: adveniat.de

Zwei Materialien von Adveniat zum Thema Indigene in Lateinamerika

Die beiden Materialien von Adveniat richten sich an Kindergarten- und Schulkinder bis 14 Jahre. Im Schulmaterial "Kosmos der Kuna" geht es um die indigene Ethnie der Kuna in Panama. Wie lebt heute ein Kuna-Junge in Panama? Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 14 Jahren lernen die Welt des indigenen Volkes kennen. Beim Material "Tiago im Regenwald" handelt es sich um ein Erzähl- und Malbuch. Inhaltlich geht es darin um den Amazonas-Raum in Brasilien, dort, wo Tiago mit seiner Familie im Volk der Tenharin lebt.


Dokumentarfilm: La buena vida – Das gute Leben

Der Dokumentarfilm (52 Minuten; ab 14 Jahren) erzählt vom Kohleabbau im Nordosten von Kolumbien. Die gewaltige Cerrejón-Mine, mit 700 km2 der größte Kohletagbau der Welt, rückt Tag für Tag näher an das Dorf einer Wayúu-Gemeinschaft, die deshalb umgesiedelt werden soll. Die Bevölkerung willigt nach langen Verhandlungen ein, wenn ihre Forderungen, insbesondere ausreichend Wasser in der neuen Siedlung, erfüllt werden. Doch der multinationale Bergbaukonzern hält die Verträge nicht ein. Das didaktische Begleitmaterial zum Film beschäftigt sich u.a. mit den Themen Vertreibung und Rechte von indigenen Völkern. 
Szenenbild La Buena Vida - Das Gute Leben. Quelle: ezef.de

Zum Schwerpunkt: Aktionen und Angebote

Workshops zur Sprachenvielfalt mit BtE-Referent*innen und der Weltkarte Vielfalt sprechen lassen

Bei Veranstaltungen zum Thema Sprachenvielfalt setzen BtE Referent*innen gerne die mehrsprachige Weltkarte „Vielfalt sprechen lassen“ ein. Diese wurde 2018 von Bildung trifft Entwicklung (BtE) herausgegeben, um Sprachen der Welt sichtbar zu machen und die kulturelle sowie soziale Vielfalt in unserem Umfeld zu zeigen. Durch die Auseinandersetzung mit Sprachenvielfalt wollen sie den Nutzen der verschiedenen Sprachen in unserem Umfeld ins Bewusstsein rufen, die Perspektive des globalen Südens stärken und Machtverhältnisse deutlich machen. Laden Sie zu einem Workshop zum Thema Indigene Sprachen und Sprachenvielfalt doch eine*n der BtE-Referent*innen ein. Da alle Referent*innen mindestens ein Jahr im Globalen Süden gelebt haben, sprechen einige von ihnen auch indigene Sprachen.
Weltkarte "Vielfalt sprechen lassen"  Quelle: BtE

Ankündigungsbild Plakatiert Ausstellung Weltkulturen Museum. Quelle: weltkulturenmuseum.de

PLAKATIERT! Reflexionen des indigenen Nordamerika. Ausstellung im Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main

Plakate sind Dokumente materieller Kultur und ein Spiegel der sozialen und politischen Welt, in der sie entstanden sind. Anhand von etwa 100 Plakaten aus den 1970er Jahren bis heute zeigt die Ausstellung ausgewählte Aspekte indigener Lebenswelten zwischen der Arktis und dem US-amerikanischen Süden. Themen sind u.a. die Bedeutung von Abstammung und Identität, Gesundheit, die Rolle der Bildung und des Militärs sowie Probleme häuslicher Gewalt. Eine Ausstellung von Studierenden des Instituts für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.


Drei Ausstellungen zu Klimawandel, Landgrabbing und Raub von Ressourcen

Das Klima-Bündnis möchte Interessierte mit den drei Ausstellungen dabei unterstützen, Mitbürger*innen für Themen wie Klimawandel, Landgrabbing und den Raub von Ressourcen zu sensibilisieren und den Bezug zum europäischen konsumorientierten Lebensstil herstellen. Die flexibel aufstellbaren Ausstellungen geben dem Klimawandel ein Gesicht und decken die Folgen unseres Ressourcenhungers auf. Durch eine Vielzahl von Augenzeugenberichten von Menschen aus Lateinamerika, Europa und Afrika werden die Fakten mit konkreten Beispielen hinterlegt und veranschaulichen so globale Zusammenhänge.
Titelseite der Broschüre zur Ausstellung "Das Land, das wir uns nehmen" des Klima-Bündnisses overdeveloped. Quelle: overdeveloped.eu

Logo Grupo Sal. Quelle: de.wikipedia.org

Grupo Sal: Ein kleiner Einblick in indigene Realitäten durch Kunst

Das Kulturbüro Grupo Sal arbeitet seit 30 Jahren als Kulturbotschafter Lateinamerikas. Es entwickelt musikalische und musikalisch-literarische Veranstaltungen und Events in Zusammenarbeit mit der lateinamerikanischen, in Tübingen ansässigen Musikgruppe Grupo Sal, sowie prominenten Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen, Politiker*innen und Journalisten. Das Büro realisiert im deutschsprachigen Europa gemeinsam mit lokalen Veranstaltern, Firmen, Institutionen und Verbänden jährlich ca. 70 Veranstaltungen mit überwiegend umwelt- und entwicklungspolitischem Bildungscharakter. Die Konzert-Lesungen und Medleys sind eine neue Art, die Themen Klimaschutz, Schutz der Regenwälder und alternative Lebensmodelle anzugehen, indem sie die Akteure vor Ort direkt mit einbinden.


Petition "Basta! Agrarpolitik vernichtet indigene Gemeinschaften in Brasilien!"

Die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e. V. (ASW) fordert mit ihrem Appell die deutsche Bundesregierung dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass Deutschland konsequent gegen die Politik der Vernichtung indigener Gruppen in Brasilien vorgeht. Sie soll sicherstellen, dass kein Soja, Rindfleisch oder Mineralien aus gerodetem indigenen Land in Brasilien nach Deutschland importiert wird. Sie soll auch dafür sorgen, dass deutsche Firmen sich nicht an der zukunftszerstörenden und menschenverachtenden Politik in Brasilien beteiligen.
Logo ASW. Quelle: aswnet.de

Zum Schwerpunkt: Hintergrund

Blog: Indigenes Wissen & der Klimawandel

Wälder, die von der indigenen Bevölkerung verwaltet werden, sind die artenreichsten und intaktesten der Erde. Landnahme, Extraktivismus und die Auswirkungen des Klimawandels gefährden aber vielerorts die Lebensweise der indigenen Gemeinden. Dieser Blog von INFOE – Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie berichtet über ihre Kämpfe für Menschenrechte und Selbstbestimmung sowie über die Anwendung ihres wertvollen Wissens für Waldschutz und für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel.
Logo INFOE. Quelle: infoe.de

Titelseite Broschüre Land, Kultur und Autonomie. Quelle: aroma-zapatista.de

Broschüre: Land, Kultur und Autonomie. Die indigene Bewegung im Cauca (Kolumbien)

Es handelt sich um die erste deutschsprachige Publikation zum CRIC (Consejo Regional Indígena del Cauca, Indigener Regionalrat des Cauca). Im CRIC organisiert sich die indigene Bewegung des Departamento Cauca mit den von ihnen erkämpften indigenen Selbstverwaltungsgebieten. Die Broschüre, die zwischenzeit e. V. 2019 herausgegeben hat, gibt anhand von Interviews mit Aktivist*innen und Artikeln einen guten ersten Überblick über die vielfältige Bewegung und ihre Organisierung. Themen sind unter anderem die politische Situation in Kolumbien und dem Cauca, Geschichte der indigenen Bewegung im Cauca und des CRIC, Landbesetzungen, Organisation und Struktur der Bewegung, Frauen in der indigenen Bewegung, das indigene Weltbild, kommunale Radios, indigener Selbstschutz: Guardia Indígena, Kaffeeanbau und Solidarischer Handel.


KoBra-Projektbericht: Indigene und Landrechte

Die Kooperation Brasilien – KoBra ist ein Netzwerk an der Schnittstelle von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, Akteur*innen der sozialen Bewegungen in Deutschland und Brasilien, wissenschaftlicher Organisationen und interessierter Öffentlichkeit. Ihr Ziel ist es, soziale Bewegungen in ihrem Engagement für eine gerechtere und nachhaltige Welt zu stärken. Dabei verdeutlicht KoBra durch politische Bildungsarbeit globale Zusammenhänge im brasilianischen Kontext. Alle zwei Monate werden Berichte zu den Themen Ernährungssouveränität, urbane Entwicklung und Indigene & Landfrage veröffentlicht.
Titelseite KoBra "Indigene und Landrechte". Quelle: kooperation-brasilien.org

Cover presente Landraub. Quelle: ci-romero.de

presente zum Thema Landraub – Indigener Widerstand in Lateinamerika

In Lateinamerika werden zunehmend gemeinschaftlich genutzte Ressourcen privatisiert, insbesondere Wasser und Land. Viele “indigene Gruppen” leisten beharrlich Widerstand gegen den unersättlichen Landhunger nationaler und internationaler Konzerne. Von diesem Widerstand berichtet diese Ausgabe der presente, das Magazin der Christlichen Initiative Romero.


Neues aus den Datenbanken

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Indigene Völker und Sprachen

Die Datenbank Eine Welt Medien stellt ausgewählte Filme zum Thema Indigene Völker und Sprachen vor – jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen.
Logo Datenbank Eine Welt Medien, Quelle: Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH

Logo Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien, Quelle: Welthaus Bielefeld Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien – aktuelle Neuerscheinungen

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen.

Veranstaltungen und Weiterbildungen
















Vorschau Ausgabe September 2019: Sustainable Development Goals (SGDs)

EWIK-Logo, Quelle: EWIK
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende August 2019 zum Thema

Sustainable Development Goals (SGDs) 

Zusendungen sind bis zum 23. August 2019 willkommen.

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Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd

Print-Rundbrief  –  Ausgabe Juni 2019

SDG Nr. 12 - Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster fördern


Titelblatt Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd Juni 2019

Der Rundbrief
erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.

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